Corona-Erwerbsersatz

(Letzte Aktualisierung 18.01.2021)

Sämtliche Leistungen, die auf der Grundlage des bis zum 16. September 2020 geltenden Notrechts gewährt wurden, enden automatisch an diesem Tag.

Anspruch ab 17.09.2020

In folgenden Fällen kann Corona-Erwerbsersatz geltend gemacht werden:

  • Eltern, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen

    Eltern, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder (bis Alter 12) nicht mehr gewährleistet ist bei einer behördlich angeordneten Schliessung der Betreuungseinrichtung (Schule, Kindergarten oder Sondereinrichtung) oder weil die mit der Fremdbetreuung betraute Person (z.B. Grosseltern, Tagesmütter, etc.) aufgrund einer behördlich oder ärztlich verfügten Quarantäne die Betreuung des Kindes nicht wahrnehmen kann.
  • Behördlich oder ärztlich angeordnete Quarantäne

     (Update 29.10.2020: Ab sofort bis auf Weiteres genügt eine schriftlich begründete Selbstdeklaration). Der Anspruch auf Erwerbsersatz besteht nur für Personen, die nicht selbst erkrankt sind. Personen, die nach der Rückkehr aus einer Region, die in der Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgeführt ist, unter Quarantäne gestellt werden, haben keinen Anspruch auf die Zulage; ausser, das Land war zum Zeitpunkt der Abreise noch nicht auf dieser Liste. Für Grenzgänger, die aus einem Risikogebiet zurückreisen, gilt keine behördliche Quarantänepflicht in der Schweiz, weshalb sie keinen Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz geltend machen können. Hingegen haben Grenzgänger, deren Wohnstaat Quarantänemassnahmen anordnet, Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz. Link: Liste der Risikogebiete.
  • Betriebsschliessung 

    Anspruch auf Entschädigung bei Betriebsschliessung haben Selbstständigerwerbende, Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (wie Teilhaber einer GmbH) sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten, sofern der Betrieb auf Anordnung der kantonalen- oder Bundesbehörden geschlossen wurde. Kein Anspruch besteht für Personen, die Ihren Betrieb aufgrund eines nicht vorhandenen oder unzureichenden Schutzkonzeptes auf kantonale Anordnung schliessen müssen.
  • Veranstaltungsverbot            

    Bei einem angeordneten Veranstaltungsverbot haben Selbstständigerwerbende, Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (wie Teilhaber einer GmbH) sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten, die für diese Veranstaltung eine Leistung erbracht hätten, Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz.
  • Einschränkung der Erwerbstätigkeit (Umsatzeinbusse mindestens 40 %) 

    Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz haben Selbständigerwerbende, Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (wie Teilhaber einer GmbH) sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten, sofern die Erwerbstätigkeit wegen Massnahmen gegen das Corona-Virus massgeblich einschränkt ist. Voraussetzung: Umsatzverlust von mindestens 40 Prozent ab 19.12.2020 (vorher 55 %) im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019 und AHV-pflichtiges Einkommen im Jahr 2019 von mindestens 10'000 Franken. Die Betroffenen müssen die Umsatzeinbusse deklarieren und begründen, wie sie auf Massnahmen zu Bekämpfung der Covid-19-Epidemie zurückzuführen ist. Die Angaben werden mit Stichproben überprüft.
  • Besonders gefährdete Personen, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen (gültig ab 18. Januar 2021)

    (Hinweis: Die Anmeldung für diese neu geschaffene Kategorie ist noch nicht möglich). Besonders gefährdete Personen (Arbeitnehmende oder Selbständigerwerbende), die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil Arbeit im Homeoffice resp. ein angemessener Schutz am Arbeitsplatz nicht möglich ist, haben Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz. Als besonders gefährdet gelten Schwangere sowie Personen, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind und denen mit ärztlichem Attest Gesundheitsrisiken gemäss Anhang 7 Covid-19-Verordnung 3 bescheinigt werden (Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen, Krebs, Adipositas). Link: Covid-19-Verordnung 3

Mehr Informationen finden Sie hier:   

Merkblatt: "6.13 – Corona Erwerbsersatzentschädigung für Ansprüche ab dem 17. September 2020"

Online-Anmeldung:

Fremdbetreuung oder Quarantäne? So füllen Sie das Formular richtig aus: Kann die mit der Fremdbetreuung betraute Person oder Betreuungseinrichtung aufgrund einer verfügten Quarantäne die Betreuung des Kindes nicht mehr wahrnehmen, so ist für die Eltern, die deswegen nicht mehr arbeiten können, als Grund des Erwerbsunterbruchs Ausfall der Fremdbetreuungsmöglichkeit für Kinder unter 12 Jahren anzuwählen. Häufig wird fälschlicherweise Quarantäne angewählt, das Formular kann dann wegen fehlender Angaben nicht weiter bearbeitet werden (Beispiel Printscreen).

Bitte verwenden Sie für die Anmeldung ausschliesslich unsere Online-Formulare. Sie helfen damit, den Arbeitsaufwand für sich selbst und die Ausgleichskasse klein zu halten und somit zu einer effizienten Bearbeitung und Auszahlung beizutragen.

Fragen und Antworten: Link BSV

Corona: Auswirkungen auf die Sozialversicherungen im internationalen Kontext: Link BSV

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